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22.08.2021

Review: Ambermoon

ambermoon (1).jpgNach den Ereignissen des ersten Teils in Amberstar trägt Lyramion ein neues Gesicht, denn der Absturz des dritten Mondes verwandelte den einstmals zusammenhängenden Kontinent in einen Archipel. Doch auch das ist inzwischen Geschichte, die Leiche von Bösewicht Tarbos wird unablässig mit magischen Bannsprüchen belegt, und es scheinen all-überall Friede und Freude zu herrschen. 

Allerdings irgendwo in einem kleinen Ort zur gleichen Zeit ruft ein mit dem Tode ringender Großvater seinen Enkel ans Sterbebett um ihm seine bösen Vorahnungen anzuvertrauen. Großvater entpuppt sich als der greise Held aus “Amberstar”, sein Nachfahre wird zum Retter des Lyramischen Inseln avancieren, und für die warnenden Träume von Opa zeichnet sich abermals Shandra  verantwortlich, ein ebenso mächtiger wie böser Geselle. Bis wir Shandra das böse Handwerk legen können sind allerdings noch viele Fragen zu klären, Rätsel zu lösen und Karren aus dem Dreck zu ziehen. 

Ambermoon4.jpgIn diesem Zusammenhang wäre etwa die Banditengang zu nennen, welche das nahegelegene Örtchen verunsichert, doch auch die im Umland marodierende Orkmeute ist nicht von schlechten Eltern. Dann gibt es irgendwo ein Nest von diebischen Feen, ganz zu schweigen vom verzwickten Weinkeller der Kneipe oder dem ausgedehnten Höhlensystem unter Granny’s Hütte. Oder vielleicht interessieren Euch mehr die verschwundenen Hufeisen des Pferdestallbesitzers, die auf einer Nachbarinsel verschollene Tochter der örtlichen Heilerin oder die gelegentlich herumliegenden Spruchrollen, mit denen magische Abenteuer ihr Zauberrepertoire erweitern können? Willkommen zu dem besten Rollenspiel Adventure aller Zeiten für den Commodore Amiga.

ambermoon (3).jpgSo tastet man sich also Quest für Quest an die eigentlichen Probleme heran, erfreut sich an der dichten Story wie an dem sauber ineinandergreifenden Rätseldesign (das meist mehr als einen Weg bietet), strickt wie gehabt mit vielversprechenden NPCs eine schlagkräftige Party, zaubert in allen Lebenslagen per zauberhaften Auswahlmenü und läßt irgendwann sogar Lyramion hinter sich - nicht umsonst heißt das Game Ambermoon! Auf den beiden Monden unserer Abenteuerwelt gibt es nämlich ebenfalls eine Menge zu entdecken und zu erforschen, denn in der bizarren Flora des Waldmondes bzw. den ausgedehnten Wüsten und kristallenen Städten seines Kollegen harrt noch so manches Geheimnis seiner Entwirrung…

ambermoon (2).jpgDie Präsentation ähnelt auf dem ersten Blick dem Vorgänger Amberstar. Das Innerleben von Häusern und die Wilderniss präsentieren sich einmal mehr aus der Vogelperspektive, während die Dungeons und Städte in 3D erforscht werden. Beim zweiten Hinsehen wird dann allerdings offenbar, daß die Grafiker hier viel mehr Liebe auf die Wohnungsmöblierung und vor allem auf die Außenwelt verwendet haben. Der wirkliche Clou ist aber, daß die Verliese in Ambermoon dank durch die am 1200er zuschaltbaren Boden- und Deckentexturen optisch ein Genuß in Retroperspektive sind! Bei der Handhabung wurde gegenüber Amberstar ebenfalls viele Kleinigkeiten verbessert, so das das Abenteurern auch heutigen Ansprüchen genügt. Tja, bliebe nur noch der Sound, und hier erweist sich, das selbst nach Tagen ununterbrochenen Spielens die diversen Melodien immer noch nicht nerven.

wertung_ambermoon.jpgFazit: Ambermoon ist insbesondere am Amiga 1200 nach einer Festplatteninstallation des Spiels (des 9 Disketten umfassenden Spiels) - Das beste Rollenspiel Adventure am Amiga aller Zeiten!!

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Admin - 17:58 | 1 Kommentar