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08/01/2020

Review: Shadow Dancer

shadow-dancer.jpgShadow Dancer ist ein Arcade Beat em Up von Sega und wurde für alle Amiga mit 1 MB Ram von US Gold im Jahr 1991 vertrieben. 

Story: Joe Mushashi hat einen Hund namens Yamoto, einen schnittigen Shinobi-Säbel, tonnenweise Shuriken in der Hosentasche und den Beruf Ninja-Meister.

Und was wäre ein echter Ninja ohne edle Taten? Da trifft es sich gut, das gerade jetzt wieder ein paar nichtswürdige Terroristen Zeitbomben in der Stadt verteilt haben, die nun ihrem explosiven Ende entgegenticken. Also atmet Meister Joe noch mal tief durch und pfeift dann seinem Ninja-Waldi - Gassi gehen, feines Terroristen-Fressie wartet! So eilt man als Ninja Meister “Joe” von links nach rechts über den Screen (manchmal geht es auch ein bißchen rauf oder runter), murkst die heranstürmenden Gegner ab und entschärft alles, was nach Bombe aussieht. Ein paar kleine Besonderheiten werden natürlich schon geboten, da wäre zunächst mal der treue Begleiter, den man in kniffligen Situationen vorschicken kann, damit er die Gegner ablenkt, während Herrchen seine Deckung verläßt und den Tierquäler in aller Ruhe aufs Korn nimmt. Neckischerweise schrumpft der stattliche Kläffer vorübergehend auf Schoßhund-format zusammen, sollte er zu viel Prügel kassieren!

shadow-dancer1.gifEin Druck auf die Leertaste befördert eine weitere Besonderheit zutage; sie nennt sich “Ninja-Magie”, ähnelt in ihrer Wirkung aber verdächtig einer Smartbomb. Schließlich und endlich gibt es noch die für Games aus dem “Shinobi”-Dunstkreis typische Bonussequenz am Levelende, um sich ein paar Extraleben dazu zu verdienen. Achja, ehe wir es vergessen: Zeitbomben geben ein äußerst effektives Zeitlimit ab!

Die Grafik ist schön und vom anfänglichen Airport bis hin zu den Slums und Höhlen noch steigerungsfähig; daß sie minimal ruckelt und von NTSC-Streifen eingerahmt wird, stört nicht weiter. Die Begleitmusik ist von der ruhigen, meditativen Sorte und wird mit der Zeit ebenfalls immer besser, die brauchbaren Effekte bestehen überwiegend aus Kampfgeschrei und Hundegekläff. Über die Steuerung kann man genauso wenig meckern, lediglich der “Supersprung”, mit dem man von einer Etage in die andere wechselt (z.B. bei einem Brückengeländer) funktioniert angesichts der herrschenden Hektik etwas unbefriedigend. Ansonsten nervt eigentlich nur noch, daß man nach jedem Lebensverlust wieder ganz vorne am Levelanfang beginnen darf.

wertung_Shadow Dancer.jpgFazit: Alles in allem ist Shadow Dancer eine gute und bis auf den fehlenden Zwei-Spieler-Modus sehr originalgetreue Umsetzung des Arcade Automaten. Echte Samurai und Beat em Up Fans sollten also dieses Spiel mal ausprobieren.

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Admin - 20:12 | Kommentar hinzufügen