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16.02.2021

Review: Diablo I (RTG)

Diablo I.jpgMittels der DevilutionX Engine kann der PC RPG Klassiker “Diablo” auf dem Amiga mit Vampire Karten oder mindestens 68060 Prozessor mit Grafikkarte, sowie etwa 64 MB Fast Ram gespielt werden. In den DevilutionX Ordner ist lediglich die DIABDAT.MPQ Datei des Original PC Spiels zu schieben (verlinkt ist hier nur die Shareware Version).

Der Spieler schlüpft in die Rolle eines mutigen Helden dessen Aufgabe es ist, den Teufel (Diablo) höchst persönlich aufzuhalten. Die blutrünstige Bestie hat das Dorf Tristram aufgesucht und Zerstörung und Tod hinterlassen. Das schreit nach Rache, allerdings ist der finstere Teufel nicht so einfach zu erreichen, denn er befindet sich fünfundzwanzig Stockwerke tief unter einer Kirche. Auf dem Weg dorthin warten hundert verschiedene teuflische Kreaturen auf unseren Helden und versuchen Ihren Meister um jeden Preis zu beschützen…Anfangs habt Ihr die Wahl zwischen einem Krieger, einer Bogenschützin und einem Magier. Alle drei haben individuelle Fähigkeiten welche sie während des Spiels einsetzen können. So ist der Krieger ein starker Nahkämpfer und stärker als die beiden anderen, kann aber nicht so gut mit Magie umgehen wie natürlich der Magier und ist keinesfalls so flink wie die Bogenschützin, welche wiederum auch eher den Fernkampf mit Pfeil und Bogen liebt. 

Diablo2.jpgWie bei jedem Rollenspiel erhalten die Charaktere Erfahrungspunkte. Bei jedem Levelaufstieg kann man dann fünf Punkte frei auf die Statuswerte wie zum Beispiel Magie, Stärke oder Geschick, verteilen. So hat man die Möglichkeit, einen individuellen Charakter zu erschaffen. Alle Waffen, Heiltränke und Zauber, die man im Spiel findet, haben in einem speziellen Rucksack Platz, der jedoch nur begrenzt Platz bietet. 

Diablo ist meiner Meinung nach eines der wenigen Rollenspiele, welche trotz des gar nicht mal so großen Umfangs (Die Außenwelt ist winzig und nur die tieferen Kellergewölbe werden später wirklich etwas größer) viel Spielspaß bietet. Die Möglichkeit viele verschiedene Gegenstände zu finden oder seine eigenen individuellen Charaktere zu erschaffen, sorgt dafür, daß die Langzeitmotivation eines Jäger und Sammlers gesichert ist. Die Hauptaufgabe besteht nämlich darin, Gegner und Bossgegner im typischen Hack&Slay nacheinander zu besiegen. Um die meisten Bossgegner zu besiegen, gilt es jedoch erstmal den Charakter zu Leveln sowie bessere Rüstung und Waffen zu finden, da man ansonsten auf verlorenem Posten steht. Und genau hier liegt das Suchtpotenzial des Spiels. Soundtechnisch kann man Diablo als gelungen bezeichnen. Die einzelnen Musiken und Soundeffekte passen sehr gut zum Spielgeschehen und geben dem Spiel eine düstere Atmosphäre. Wenn man noch dazu die dunkle, raue Grafikengine betrachtet, erlebt der Spieler eine total düstere Atmosphäre welche jeden Rollenspiel Fan auch heute noch fesseln kann.

wertung_Diablo.pngFazit: Diablo ist ein Klassiker welcher auf alle Fälle zu den gelungensten Action Rollenspielen der letzten 25 Jahre generell, und für den Amiga ohnehin zählt. Obgleich einer einfallslosen Story (das hier nur englisch gesprochen wird ist deshalb nicht wirklich schlimm) sowie des recht einfachen Spielprinzips machen Diablo auch heute noch Spielenswert. Sehr viel optische und spielerische Abwechslung wird zwar nicht geboten, doch die düstere Atmosphäre und das Jäger und Sammler Prinzip mögen noch immer zu faszinieren.

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Admin - 17:34 | Kommentar hinzufügen

Hinweis: Für die Amiga Spiele Tests bzw. Reviews wird derzeit "nur" 68k Software berücksichtigt. Diese wird aktuell unter Amiga Emulation (Amiga Forever) ausgeführt. Die AmigaFan Wertung (von 1% Spiele Gurke bis 99% Spiele Hit) spiegelt den subjektiven Spielspaß dar, welcher sich aus Grafik, Sound, Handhabung und zu kleinen Teilen aus Spielkonzept sowie Preis/Leistung ergibt.