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31.07.2020

Review: Feudal Lords

Feudal Lords.jpgFeudal Lords ist ein im Mittelalter angelehntes Strategie-spiel von Impressions aus dem Jahr 1990. Die einsame Diskette kann ausschließlich an einen Amiga 500 verfüttert werden (Amiga 1200 oder Amiga 600 Emulationen führten bei mir zum Absturz des Programms). 

Das Spiel spielt im mythischen Land Euthrania, wo vier kriegführende Lords versuchen, absolute Herrscher des Kontingents zu werden. Natürlich führt all diese nackte Aggression letztendlich dazu, dass nur einer der Lords, der übrig bleibt, sich als König proklamieren darf.

Dabei kann man wählen, ob man allein gegen die CPU oder gegen Freunde an einem Amiga spielen möchte. Ziel ist es, alle auf einer Karte dargestellten Regionen zu besetzen, und die feindlichen Streitkräfte zu besiegen. Am Anfang startet man mit einer kleinen Region unter seiner Kontrolle. Armeen müssen aufgebaut, ausgerüstet und bezahlt, Bündnisse geschlossen, Steuern erhoben und Ernten gesammelt werden, um eine hungernde Bevölkerung zu ernähren.

Feudal Lords1.pngVerschiedene Arten von Soldaten sollten für verschiedene Aufgaben eingesetzt werden. Ritter sind dabei die effektivsten Truppen, mit einer Stärke von zehn zu eins gegenüber Fußsoldaten und noch etwas mehr gegenüber Bogenschützen. Bogenschützen können sich jedoch als effektiv erweisen, wenn man eine Burg belagert, während Fußsoldaten zur Geltung kommen, wenn man sich auf der Fläche einem heftigen Kampf gegenübersieht.

Allianzen sind eine Möglichkeit, Krieg zu vermeiden und Truppen aufzubauen, bevor man Vertragsbrüchig wird und dann doch angreift. Auch das heimliche planen eines Aufstands oder eines Attentats in einem gegnerischen Territorium ist möglich und hilft dann, wenn man plant das Territorium bzw. die gegnerische Provinz anzugreifen. Ein Versagen einer solchen Hinterlist, führt bei der CPU zu keinerlei Konsequenzen, bei einem menschlichen Mitstreiter kann dies natürlich anders aussehen. Die Strategieelemente sind also recht einfach und sparsam.

wertung_feudallords.jpgFazit: Leider ist das ganze Spiel sehr sparsam. Grafisch (eine einsame Detail-arme Karte und die Konterfeis der Kontrahenten) und Soundtechnisch (ein paar simple FX plus “Dudelmusik”) werden einem geboten. Tja, und wären da nicht noch relativ lange Berechnungszeiten für die Züge der CPU…Nun, vielleicht finden sich bei dem einen oder anderen doch zumindest zwei echte menschliche “Strategie Puristen” (die der englischen Sprache halbwegs mächtig sind), und die gewillt sind, sich dieses Strategie-Spiel zu geben? Dann könnte Feudal Lords sogar etwas Spaß machen, den die Grundbausteine (Handel, Krieg und ein wenig Diplomatie) sind durchaus gegeben.

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Admin - 21:28 | Kommentar hinzufügen