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30.08.2020

Review: Turrican 3 - Payment Day

turrican3 (1).jpgTurrican 3 ist ein 16-Bit-Shooter-Spiel, das 1993 von Factor 5 u.a für den Amiga entwickelt wurde und auf einer Diskette ausgeliefert wurde. Turrican 3 begnügt sich schon mit 512kb Ram im Amiga 500 ohne großen spielerischen oder grafischen Einbußen.

Das stimmungsvolle Manga Intro erzählt von der Entführung einer Prinzessin. In 15 Levels gilt es nun Turrican bis zur bösen Obermotz Maschine zu führen und diese zu besiegen um später mit der Geretteten den Sonnenuntergang zu bestaunen. Doch was ist nun dazwischen in den fünf Welten zu je drei Abschnitten los? Zunächst wird im Optionsmenü zwischen Stick- und Joypadsteuerung gewählt und der Schwierigkeitsgrad bestimmt, außerdem darf man sich die verschiedenen Musikstücke reinziehen und seine Entscheidungen abspeichern. Ist das erledigt, findet sich der Held in Maschines Labor wieder, wo allerlei Aliens herumschwirren und schreckliche Mutationen aus großen Reagenzgläsern hüpfen, sobald man diese zerballert.

Turrican3.pngÜber ein System von Fahrstühlen gelangt man schließlich zu weiteren Monstrositäten und dann zum ersten Endgegner, dessen gifttriefende Mäuler auch einem Mann aus Stahl zu schaffen machen. Wie gut, daß statt des gewohnten Rundumschusses nun ein Seil vorrätig ist, an dem man sich hin- und herschwingen kann, um dem Ekelpaket irgendwann den Gnadenschuß zu verpassen. Weiter geht es in einem gruseligen Aquarium voller bösartigen Krabben und hinderlicher Wasserfälle. Spätestens wenn der Wasserpegel bedrohlich ansteigt und Elektro-Fische und riesige Seeschlangen angreifen, können nur noch gut getimte Sprünge das Heldenleben retten. Ist dann alles voll des feuchten Elements, sind Schwimmübungen bei multidirektionalem Scrolling (anstatt des bisher horizontalen) angesagt - es müssen Diamanten, Zusatzenergie und Extraleben ergattert werden, was Quallen oder Tintenfische natürlich zu verhindern trachten.

turrican3 (2).jpgSobald auch die bildschirmfüllende Krake um ein paar Tentakeln kürzer gemacht wurde, wird Turrican in die Wolken katapultiert. Über Gleiter hüpfend, landet er auf einem Schrottplatz, wo der Erzschurke die inzwischen leicht ramponierten Schlußmonster der ersten beide Spiele aufbewahrt. Hier legt man sich also zwischen gefährlichen Abrißbirnen nochmals mit der berühmten Stahlfaust aus Turrican I und dem Roboter aus Teil zwei an, kämpft gegen einen feuerspeienden Bagger und begibt sich sodann in den Untergrund.

Es folgen eine rasante Zugfahrt und der Fight gegen eine Alienkönigin, ehe man über ein Gewirr von Fließbändern endlich zum ultimativen Showdown mit Maschine gelangt. Wer auch das noch überlebt, darf den besagten Sonnenuntergang in charmanter Begleitung erleben. Daß das überhaupt möglich ist, ermöglicht die bewährte Steuerung der Vorgänger. Turrican kann sich also wieder in ein gemeingefährliches Rad verwandeln, allerdings nur noch für begrenzte Zeit, weshalb hier eine eigenen Energieanzeige vorhanden ist. Auch die via Space-Taste zu aktivierenden Smartbombs sind erneut zu haben, geändert hat sich dabei nur die optische Präsentation ihrere Wirkung. Ähnliches gilt für den Rest der Bewaffnung: Die diversen Laser-, Stre- und Kriechschüsse sind nach wie vor ausbaufähig, auch zusätzliche Zielsuchraketen wurden nicht vergessen. Neuerdings genügt jedoch ein Druck auf den Feuerknopf, um gleich drei Schüsse auf einmal auszulösen.

wertung_Turrican3.jpgFazit: Kurzum, Turrican III läßt hinsichtlich Gamedesign und Präsentation nichts von alldem vermissen, was die Serie berühmt gemacht hat und ist bzw. war damit der krönende Abschluss. Die Jungs von Factor 5 hatten großartige Arbeit geleistet, vom feinen Parallaxscrolling über die erstaunlich ideenreichen Szenarien bis hin zu den 32 Musikstücken und 82 Soundeffekten liefert das Programm Aktion in Perfektion!!! Besser geht es nun fast wirklich nicht - Kultspiel!

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Admin - 14:38 | Kommentar hinzufügen


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