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26.06.2022

Review: Beneath A Steel Sky (AGA)

Beneath A Steel Sky (1).jpg1994 erschien von Virgin für die Amiga CD 32 Konsole ein wahrlich futuristisches Point & Click Adventure, welches den damaligen Abgang von Lucas Arts aus der Amiga Scene, vorerst vertrösten konnte. Mit deutschen Texten und englischer Sprachausgabe wird fortan folgende Story gespielt und erzählt: Im futuristischen Australien gibt es riesige Städte, die ausschließlich Unternehmen gehören und durch ein riesiges Ödland namens “The Gap” getrennt sind. Als Robert Fosters im Gap lebender Stamm, von Konzern,-Soldaten aus Union City getötet wird, und er und sein Droiden Freund Joey gefangen genommen werden, ändert sich alles. Nach einer knappen Flucht aus dem Hubschrauber, der noch über Union City mysteriöserweise abstürzt, müssen Robert und sein Droide Joey (von dem Anfangs nur das Mainboard den Absturz überlebt) die Stadt durchsuchen und versuchen aus dieser wieder zu entkommen. Auf ihrem Weg werden Sie dunkle Geheimnisse aufdecken. Was hat es mit dem bizarren Mega Computer namens LINC auf sich, der die Stadt Union City kontrolliert? Warum wurde Foster nicht auch getötet und lediglich entführt?

Beneath A Steel Sky (2).jpgDiese Fragen stellen sich nachdem man erste Nachforschungen in dem über 100 Locations großen Spielareal angestellt hat. Willkommen in einer Welt, die dem Film Blade Runner entsprungen sein könnte. Das Spiel verwendet die Virtual Theatre Engine von Lure of the Temptress, das es seinen Charakteren ermöglicht, sich unabhängig von den Eingaben des Spielers frei zu bewegen, wodurch die Spielwelt dynamischer wird, als es in vergleichbaren Spielen normalerweise der Fall ist. Auch auf der CD 32 ist die Steuerung per Maus unterstützt und empfohlen. Ein weiteres Feature der “Theatre Engine” zeigt folgendes Beispiel: Während man sich bei gewöhnlichen Point&Click Adventures jedes mal an Türen ect. zwischen den Möglichkeiten Öffnen, Schießen, Abschließen und Aufschließen entscheiden musste, erkennt das Interface von alleine, welche Aktion zur Situation passt, es genügt also ein Mausklick.

Beneath A Steel Sky (3).jpgDamit das nicht zu Lasten der Komplexität geht, wurde die Anzahl der Rätsel erhöht, für deren Lösung man noch weitere Objekte benötigt. So läßt sich etwa die Feuertür am Anfang des Spiels nur mit einem Eisenrohr öffnen, welches man zuvor aus einem Geländer gebrochen und im Inventory (welches angezeigt wird sobald man an den oberen Bildschirmrand fährt) zwischengelagert hat. Aber bekanntlich kann man nicht alle Probleme mit der Brechstange lösen, vor allem für die Informationsbeschaffung muß man auch mit vielen Leuten reden, was hier per Multiple Choice geschieht. Außerdem sollte Foster seinen alten Roboterfreund baldmöglichst reaktivieren, wozu er in erster Linie das passende Gehäuse braucht, um die mitgeschleifte Platine einzubauen. Kleiner Tipp: Zur Not tut es auch ein ausgedientes Haushaltsgerät. Sobald das Helferlein wieder betriebsbereit ist, fungiert es als Schnittstelle zu anderen Maschinen, knackt scheinbar unüberwindliche Türen oder unterzieht die Fundstücke einer genauen Analyse.

wertung_Beneath A Steel Sky.jpgFazit: Die animierten Hintergrundgrafiken strahlen eine düstere Stimmung aus. Für das richtige “Blade Runner”-Feeling sorgen zusätzlich Zwischensequenzen. Auch die Animationen der Sprites sind gut gelungen und können mit einem Zoomeffekt aufwarten. Anders als im spartanisch musikalisch unterstützten Monkey Island, gibt es nette Musikuntermalung zu fast jeder Zeit. Diese wird von stimmigen Sound-FX und Sprachausgabe ergänzt. Die Handhabung ist eh über alle Zweifel erhaben, dazu kommen komplett deutsche Texte. Eigentlich ist einzig das Alter und die Cd32 gewohnte Begrenzung der Speicherstände anzumerken. Abhilfe schafft hier natürlich WinUAE, oder man holt sich das mittlerweile kostenlose Spiel gleich auf Steam.

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Admin - 12:01 | Kommentar hinzufügen

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