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17.10.2021

Review: Sim City 2000 (AGA)

Sim City 2000 AGA (1).jpg1994 wurde endlich auch der Amiga mit einer neuen Version des Städtebau Simulators Sim-City bedient. Wieder sind wir Bürgermeister, jedoch nicht mehr in der Vogelperspektive sondern in der isometrischen Draufsicht stampfen wir Städte aus den Boden.

Das erforderliche Geld presst man wie gehabt durch Steuern aus den kleinen Sims. Wie gehabt wird dazu erst mal mittels Maus und der in Sim City 2000 jetzt beliebig postierbaren Iconleiste auf der zoombaren Karte ein Stückchen Terrain zwischen den Flüssen, Hügeln und Wäldern eingeebnet, um dort ein Kraftwerk für Strom zu erstellen. Danach stellt man ein paar Wohngebiete, Industrieansiedlungen und Handelszentren in die Landschaft, verbindet sie durch Straßen und Stromleitungen, beschleunigt den (vierfach variablen) Zeitablauf und wartet auf die ersten Bewohner. Ansiedeln und kräftig vermehren werden sich die Leute allerdings nur, wenn die Stadtverwaltung zukunftsorientiert handelt, weiträumig plant und umweltbewusst entscheidet.

Sim City 2000 AGA (3).jpgWer sich z.B. ein preisgünstiges Kohlekraftwerk zulegt, kauft den ökologischen Ärger gleich mit - die Energieerzeugung via Wind oder Wasser ist im ersten Moment zwar deutlich teurer, aber gesunde Luft, ein hoher Freizeitwert und glückliche Sims machen den finanziellen Mehreinsatz bald wett.

Und wenn irgendwann die Verkehrslawine unerträglich anschwillt, ist die altväterliche Methode, hier mit mehr Straßen, Autobahnen, Tunnels, Brücken etc. Abhilfe zu schaffen, auch nicht unbedingt die beste - die verstärkte Einrichtung von Eisenbahnlinien, Busstationen und anderen Segnungen des Öffentlichen Personennahverkehrs könnte das Problem vielleicht viel einfacher lösen. In Sim City 2000 ist man als Bürgermeister zudem auch für den Untergrund zuständig, wo etwas Wasserleitungen und später sogar komplette U-Bahnlinien verlegt werden wollen.

Sim City 2000 AGA (2).jpgAuch die Sims werden im Lauf der Zeit immer anspruchsvoller und suchten nach Sportstadien, Parks oder einem Zoo, selbst wenn sie schon einen sündteuren Airport, Hafendocks und viele schöne Militärkasernen bekommen haben. Mit der Größe der Metropole schnellt aber unvermeidlich auch die Kriminalitätsrate nach oben, von Feuersbrünsten oder Volksaufständen gar nicht zu reden. Hier existiert jedoch immer noch keine ökologisch ansprechende Alternative zu den gewohnten Polizeistationen und Feuerwehrhäusern, die neben der Verbrecherbrut auch solche (abschaltbaren) Katastrophen wie Wirbelstürme, Erdbeben, Überschwemmungen und intergalaktische Monster unter Kontrolle halten müssen. Wer noch eine mit der Urversion erstellte Stadt im Archiv hat, kann diese ohne weiteres importieren und anschließend darüber staunen, wie sie plötzlich auch im (farben)prächtigen neuen 3D-Glanz erstrahlt und von tausenderlei netten Animationen belebt wird. Das jedoch nur einigermaßen erträglich scrollend, solange die satten Hardwareanforderungen mit einer 040er CPU mit FPU und Fast Ram, nebst Festplatteninstallation befriedigt werden. Die Berater, die eingebaute Zeitung und die vielen informativen Statistiken können übrigens auch in Deutsch genossen werden.
 
wertung_Sim City 2000 AGA.jpgFazit: Nur mit der richtigen Hardwareausstattung war die Sanierung des Original Klassikers Sim City in der 2000er Version des jetzt noch komplexeren und deutlich schöneren Spiels am Amiga zu genießen. Somit darf man aus heutiger Sicht dem Entwickler Maxis - maximal ankreiden, das gute Spiel, (zu) wenig auf die zumindest damaligen Amiga Verhältnisse (nur die wenigstens dürften anno 1994 so gut gerüstet gewesen sein) angepasst zu haben.

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Admin - 12:32 | Kommentar hinzufügen

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