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28.01.2021

Review: Road Avenger (AGA)

Road Avenger (2).jpgStory: Du bist Mitglied einer Polizei Spezial Einheit (S.T.O.P.) und hattest in der letzten Zeit mit üblen Rowdys zu tun, welche mit ihren aufgemotzten Gefährten die Stadt unsicher machen. Doch vor kurzem ist dir ein großer Fang gelungen und es ist Ruhe eingekehrt. Als Dank für deine Leistungen hat dir der Chef Urlaub genehmigt und du machst dich auf den Weg in ein paar entspannende Wochen. Doch die Störenfriede schlafen nicht und haben dich ganz oben auf die Abschussliste gesetzt und nur auf diesen Moment gewartet. In einem engen Canyon wird dein Auto von der Straße gedrängt und geht in Flammen auf. Du kannst dich retten, aber für Cindy kommt jede Hilfe zu spät. Das heißt Rache! 

Willkommen in einem Halbstündigen “interaktiven” Comic Film. Das heißt in dieser Sega CD Umsetzung fürs Amiga CD 32 läuft ein Film ab und durch die richtige Tastenbetätigung ist dieser am Laufen zu halten. Bei Road Avenger (in der japanischen Version heißt es Road Blaster) erscheinen alle paar Sekunden Symbole für eine Aktion, die ihr ausführen sollt. So müsst ihr im richtigen Moment nach links oder rechts steuern, oder Turbo und Bremse bedienen. Seit ihr zu langsam führt das zum Crash und ein Leben ist fort.

Road Avenger (1).jpgSo durchquert ihr rasanter Weise Städte im Berufsverkehr, Highways, Wälder, Parks, nen Strand, die Kanalisation und auch vor Häusern macht ihr nicht halt und brettert mal eben durch Einkaufsstraßen und Büroetagen. Ein Rennspiel ist es dennoch nicht. Es geht zwar um Autos und Verfolgungsjagden und ihr steuert auch einen klasse Flitzer, aber es ist doch alles in allem nur ein Reaktionstest. Road Avenger war damals eines der gelobtesten Games und die Erwartungen waren hoch. Die Grafik wirkte aber anno dazumal schon eher farblos und von einem fließendem Tempo kann auch nicht unbedingt gesprochen werden. Ab wie vielen Bilder pro Sekunde kann man eigentlich von einem Film sprechen? Das Spiel ist zwar keine Diashow, aber mit einem richtigen Film kann man es irgendwie auch nicht vergleichen, obwohl nicht einmal der ganze Bildschirm ausgenutzt wird. Ebenso sieht es im Audiobereich aus. Die Musik in CD Qualität beschränkt sich auf drei kleine Stücke mit insgesamt nicht mal zwei Minuten. Der Rest ist als Datei im Film verpackt und hört sich sehr dumpf und kratzig an. Die erzeugten Klänge von Bremse und Turbo hören sich nach nichts an und stören eher.

wertung_RoadAvenger.jpgFazit: Da der Film nur etwa eine halbe Stunde dauert, kann von Langzeitspaß keine Rede sein. Spätestens wenn man das Game durch hat und es nix Neues mehr zu sehen gibt, ist es superschnell langweilig. Am Anfang reicht noch die normale Reaktion aus, um ein Level zu bestehen. Überwiegend ist der Film logisch aufgebaut und man kann schon eine nötige Reaktion erwarten. Ab spätestens dem sechsten Level kommt man aber ums Auswendiglernen nicht drum herum. Die Reaktionszeit wird immer kürzer und der Wechsel zwischen den verschiedenen Aktionen immer schneller. Sonst wäre es auch wirklich zu einfach, denn schwer ist das Game auch so nicht. So ist Road Avenger auch auf der CD 32, Aktion und Anspannung bei mittelmäßiger Qualität für kurze Zeit. Das Spiel ist kostenlos für Fans von interaktiven Filmen herunterzuladen. Wer von solchen “Spielen” nicht genug bekommen kann, der kann auch gleich noch Time Gal (ebenso von Pixelglass Games) herunterladen.

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Admin - 11:37 | Kommentar hinzufügen