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18.08.2020

Review: Raid over Moscow

raidovermoscow.jpgDas 1984 von Access Software veröffentlichte Actionspiel Raid over Moscow sorgte mit seinem Nuklearkrieg-Szenario zwischen den USA und der Sowjetunion während des realen Kalten Krieges für Zündstoff in der Spielebranche. In Deutschland landete der Titel daher schon bald auf dem Index. Das könnte ein Grund dafür sein, dass Raid over Moscow nie für den Amiga erschienen ist, sondern nur für bei Release gängige Heimcomputer wie Apple II, ZX Spectrum oder C64. U.S. Gold begann lediglich mit einem Amiga-Port auf Basis der von Bruce Carver programmierten C64-Version. 36 Jahre nach dem Erscheinen des Originals hat das kleine Studio Pixelglass Games aus eben diesem Quellcode eine Original-Adaption für den Amiga in Blitz Basic fertiggestellt. Ihr schlüpft in die Rolle eines US-amerikanischen Piloten, der drei Szenarien sowjetischer Atomangriffe auf Nordamerika abwehren und am Ende die Atomanlage in Moskau stürmen und den Kernreaktor zerstören muss.

Die Vollversion kann in drei Varianten – ADF-Datei für Disketten, LHA-Datei für Festplatte und ISO-Datei für CD – kostenlos auf der Seite von Pixelglass Games heruntergeladen werden. Die Vollversion bietet drei Schwierigkeitsstufen, eine angepasste Steuerung sowie den gruseligen Soundtrack in voller Länge.

raidovermoscow1.pngDas Spiel beginnt mit einer Warnung, dass eine nukleare Rakete in einer sowjetischen Stadt gezündet wurde und sich auf dem Weg nach Nordamerika befindet. Der Spieler befindet sich zu Beginn des Spieles in der Halle, in der sich amerikanische Raumschiffe befinden. Davon muss er mindestens eins vorsichtig aus dem Hangar fliegen, was sich trotz der leicht verbesserten Steuerung als hackeliges unterfangen herausstellt. Je mehr Flugzeuge es aus dem Hanger schaffen, je mehr Leben hat man im folgenden Level. 

Die Bildschirmdarstellung wechselt und stellt die Erde aus einer niedrigen Erdumlaufbahn dar. Der Spieler steuert das Raumschiff nun in Richtung der Stadt, aus der der Angriff kommt. Alternativ kann der Spieler entscheiden, mehr verfügbare Raumschiffe aus dem Hangar zu fliegen, um diese vor dem Hangar als Ersatzmaschinen zu parken. Unterdessen vergeht die Zeit weiter bis zum Einschlag des russischen Flugkörpers. Nun versucht der Pilot mit seinem Raumschiff durch die feindlichen Verteidigungslinien zu kommen und um die zahlreichen Raketensilos zu fliegen und Hindernissen auszuweichen. Wenn er sein Ziel erreicht, wechselt erneut die Bildschirmansicht. 

raidovermoscow2.jpgVerliert der Spieler auf dem Weg sein Leben, beginnt das Spiel wieder im Hangar, wobei die verbleibende Zeit weiter vergeht. Hat der Spieler allerdings noch freie Raumfahrzeuge außerhalb der Raumstation geparkt, geht das Spiel dort weiter, wo der Spieler sein letztes Raumschiff verloren hat. 

Der letzte Teil dieser Phase beinhaltet die Zerstörung des Raketensilos. Die Sowjets starten zwei weitere Raketenangriffe und alle müssen in der gleichen Weise abgewehrt werden. Nach der dritten Angriffswelle beginnt der zweite Teil des Spiels. In der zweiten Phase des Spiels werden die Piloten zu Fußsoldaten, die vor der Fassade des Kremls weiter kämpfen. Mit einem Mörser müssen sie die richtige von fünf Türen sprengen, um zum Zentrum der Anlage zu kommen. Sobald die Tür geöffnet ist, erreichen die Soldaten den Weg zum Kernreaktor und damit die letzte Stufe des Spiels.

wertung_RaidoverMoscow.pngFazit: Na ja, ein spielerisch (gähnend langweiliges und hackelig zu steuerndes) wie grafisch (trotz leichter Verbesserungen) eher schlechtes Spiel aus der Mottenkiste des 8-Bit Kultcomputers C64, jetzt für den Amiga. Den kalten Krieg wärmt man besser nicht nochmal auf und somit hat mich das Game dazu auch relativ kalt gelassen. Schade das man die Energie fürs Umsetzen ausgerechnet mit solchen Murks verschwendet hat.

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Admin - 16:07 | Kommentar hinzufügen

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