24.06.2022

Review: Mortal Kombat II

mortal-kombat2 (0).jpgAuf einer fernen Parallelwelt, der sogenannten “Outworld”, schwingt der niederträchtige Shao Khan das Zepter. Und weil ein Widerling selten allein kommt, zählen mit Reptile und Shang Tshung die beiden Endgegner des Vorgängers (Mortal Kombat I) zu seinen Kumpanen. 

Ihnen zu Ehren wird nun ein Turnier abgehalten, an dem sich noch zehn weitere Fighter beteiligen; sie alle warten am Optionsscreen auf menschliche Solokämpfer oder zwei Duellarten, sofern ein Amiga mit 1MB Ram, die drei Disketten 1994 schlucken wollte. Der Schlagabtausch geht dann (heute wie damals) wie gewohnt über maximal drei Runden, wobei der Zufall über den Austragungsort entscheidet.

mortal_kombat_ii_02.pngDie Fighter gehen sich in Wolkenschlössern, Waffengießereien, Dimensionstoren, Kerkern und Grüselwäldern an die Gurgel. Der Höhepunkt der Veranstaltung sind dann die Kämpfe gegen den vielarmigen Kintaro (ein Verwandter des pensionierten Goro) und natürlich Shao Khan höchstpersönlich.

Amiga Beat em up Fans des ersten Teils fanden eine ausgewogene Mixtur aus bereits bekannten und neuen Sparringspartnern, denn von den sieben Recken des Originals haben es fünf auf die Outworld geschafft - eigentlich sogar alle, bloß harren Kano und Sonya in Ketten auf ihre Befreiung am Spielende. 

mortal-kombat2 (1).jpgWem das nicht Ansporn genug war, dem sei gesagt, daß auch die importierten Fighter allesamt mit neuem Outfit und einer Kollektion frischer und nach wie vor blutigen Special-Moves ausgerüstet in den Ring kletterten. Schon bei stinknormalen Rundumkicks oder Turbo-Tritten spritzt hier das Blut, und nach Anwendung der altbekannten Fatality-Moves (welche durch relative komplexe Joystick-Akrobatik ausgelöst werden) verliert der Feind schon mal ein paar Gliedmaßen, wird aufgespießt oder im Säuretümpel verkocht. 

Wenn alle Arme reißen, gibt es immerhin noch bis zu 30 Continues. Das genaue Gegenteil passiert bei den Friendship- und Babality-Moves: Hier kriegt der Unterlegene zum Trost Torten und Blumen oder wird gar in ein Baby verwandelt.

wertung_mortal-kombat2.jpgFazit: Die schlichtweg am Amiga genial gelöste Steuerung mit wenigstens 2 Button Unterstützung (aber immer noch schwer zu vollführenden Special Attacken), die düsteren - aber leider kaum animierten Hintergrund-Szenarien, die digitalisierten Akteure bei guten Animationen..sowie guten FX (inklusiver Sprachfetzen), machen aus MKII ein insgesamt gutes Beat em Up. Leider verpasste man dem Spiel keine eigene Festplatten Installationsmöglichkeit. Doch in Zeiten von WHD, ist wohl auch das nur noch Schnee von gestern, so das die Amiga Version gegenüber den Konsolen Versionen kaum nachsteht. Ich mag mir nicht vorstellen, wie das Spiel hätte unter AGA aussehen können.

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Admin - 22:51 | Kommentar hinzufügen